Diese Störung ist eine derjenigen, die oft von selbst wieder verschwindet.
Jeder hat schon einmal Haare verloren. Aber manchmal dünnen sie so aktiv aus, dass natürliche kahle Stellen auf dem Kopf entstehen – und in diesem Fall sprechen wir von Alopecia areata.
Was ist Alopecia areata und um welche Art von Alopezie handelt es sich?
Das Wort kommt aus dem Lateinischen und heißt übersetzt einfach „Kahlheit“, „Glatze“. Tatsächlich handelt es sich bei Alopezie um einen krankhaften Haarausfall, bei dem die Haare an einigen Stellen des Kopfes fast vollständig verschwinden. Er ist oft ein Anzeichen für bestimmte Krankheiten, wie Autoimmunerkrankungen wie Lupus erythematodes.
Es gibt viele Arten von Alopezie. Hier sind einige der häufigsten.
Fokale Alopezie
Diese Form der Alopezie ist nach ihrem Erscheinungsbild benannt: Die Haare fallen in kleinen Flecken (Foci) aus. Der von fokaler Alopezie betroffene Kopf sieht fleckig aus.
Diese unangenehme Erscheinung entsteht, weil das Immunsystem fälschlicherweise beginnt, seine eigenen Zellen anzugreifen. In diesem Fall sind es die Haarfollikel. Je stärker der Autoimmunangriff ist, desto größer werden die kahlen Stellen.
Glücklicherweise werden bei der fokalen Alopecia areata die Haarfollikel nicht abgetötet. Das bedeutet, dass die Haare wieder nachwachsen, wenn sich das Immunsystem erholt hat.
Bei vielen Menschen verschwindet die fokale Alopezie areata innerhalb eines Jahres von selbst.
Oft kehrt sie jedoch wieder zurück, und der Haarausfall wird noch größer. Bis zur nächsten Besserung. Und so geht es immer weiter: Die Trichologen sagen, dass die fokale Alopezie zyklisch verläuft.
Androgene Alopezie
Bei dieser Krankheit nimmt die Zahl der Haarfollikel mit dem Alter ab, und die vorhandenen werden schwächer. Die androgenetische Alopezie geht mit Veränderungen im Hormonhaushalt einher, und die Neigung dazu wird von den Eltern an die Kinder weitergegeben.
Am häufigsten sind Männer von androgenetischer Alopezie betroffen, die auch als männliche Glatzenbildung bezeichnet wird. Sie weist charakteristische Merkmale auf: Die Haarwuchslinie zieht sich an einigen Stellen zurück und bildet die Form des Buchstabens M – mit deutlichen kahlen Stellen an den Seiten. Auch am Oberkopf lichtet sich das Haar oder fällt aus.
Bei Frauen ist die androgene Alopezie weniger ausgeprägt: Die Haarwuchslinie verändert sich nicht, nur das Haar wird auf der gesamten Kopfoberfläche merklich dünner.